Freitag 17:30 Uhr. Eigentlich viel zu früh, um sich zum Vortrinken auf den Weg zu machen. Wer geht
heutzutage schon vor zwölf feiern? Allerdings ist heute auch eine Ausnahme, denn heute beginnt das
„Love Music Festival“. Über 40 Acts auf 5 Floors direkt im Elbauenpark Magdeburg und das für 30
Euro Eintritt, es gibt schlimmeres.
Schwitzend sitze ich in der Sauna mit den geschmacklosen, bunt besprenkelten Sitzen, die man hier
Straßenbahn nennt, und warte darauf, dass ich endlich an meiner Haltestelle ankomme. Schnell esse
ich noch ein Brötchen, um meinen leeren Magen zu füllen. Mitleidig beobachte ich die vielen
Camper, die sich ebenfalls auf den Weg zum Festival begeben und in einer langen Schlange von
schwitzenden Menschen warten müssen, bis sie endlich den vollen Campingplatz betreten können
und in den letzten Minuten vor Beginn ihr Zelt aufschlagen.
Pre-Party
Angekommen bei unserem Treffpunkt erwarten mich schon die Anderen. Viel Zeit haben wir nicht, um acht tritt der erste gute Act SSIO, ein Rapper aus Bonn, auf. Ich muss mich beeilen und fülle schnell mein Glas. Wir entscheiden uns dazu, das typische aber effektive Trinkspiel „Ich habe noch nie...“ zu spielen. Schon bald spüre ich das vertraute Brennen des mittlerweile warmen Mischgetränks meinen Hals hinunterrinnen. Langsam zeigt der Alkohol seine Wirkung und unsere vorher durch die Hitze gedrückte Stimmung beginnt wieder zu steigen. Natürlich schaffen wir es nicht pünktlich loszugehen und der Weg dauert sowieso viel länger als erwartet.
We love Music
Doch irgendwann haben auch wir unser Ziel erreicht. Immer lauter werdende Bassgeräusche zeigen uns, dass wir bald da sind. Von weitem sehen wir mehrere lange Schlangen mit angeheiterten Menschen, die diverse Lieder eher brüllen als singen. Trotzdem schaffen wir es zur Schlange und letztendlich auf das Festivalgelände. Hier werden wir von vielen bunten Ständen, Zelten und Bühnen begrüßt. Unterschiedliche Musik kommt von allen Seiten, überall sind Menschen und an jeder Ecke strömt mir der Geruch von Fast Food, Alkohol und verschiedenen Sorten Rauch in die Nase. Zwischen diesen kleinen Ständen und Zelten ragt eine Bühne mit einem riesigen pink-lila Stern empor. Die Festivalbühne, dort wollen wir hin.
Immer weiter drängeln wir uns durch die Menschenmasse nach vorne, bis in die erste Reihe. In unserer Euphorie beginnen wir mit der Masse zu springen und zu tanzen. Meine Knie und Hüfte schlagen immer wieder gegen das kalte Metall der Absperrung, das Einzige zwischen uns und der Bühne. Ich weiß, dass sie blau werden, aber das ist mir egal. Denn nun legt mein Lieblingsact Tobi oder auch „Topic“ genannt auf, ein seit 2014 bekannter Produzent und Musiker. Zum Glück stehe ich vorne, denn nach seinem Auftritt kommt „Topic“ zu der Masse an die Absperrung und ich schaffe es ein paar Fotos mit ihm zu machen.
Nachdem wir uns noch einige andere Acts angehört haben, entscheiden wir uns in den „Zirkus“ zu gehen, ein Zelt, was einen Zirkuscharakter ausstrahlen soll und nach dem beurteilen mancher Leute in dem Zelt, auch wirklich einer sein könnte. Das schreckt uns natürlich nicht ab und wir begeben uns wieder nach ganz vorne. Vorne angekommen werden Wodkashots in den Mund verteilt, das lasse ich
Pre-Party
Angekommen bei unserem Treffpunkt erwarten mich schon die Anderen. Viel Zeit haben wir nicht, um acht tritt der erste gute Act SSIO, ein Rapper aus Bonn, auf. Ich muss mich beeilen und fülle schnell mein Glas. Wir entscheiden uns dazu, das typische aber effektive Trinkspiel „Ich habe noch nie...“ zu spielen. Schon bald spüre ich das vertraute Brennen des mittlerweile warmen Mischgetränks meinen Hals hinunterrinnen. Langsam zeigt der Alkohol seine Wirkung und unsere vorher durch die Hitze gedrückte Stimmung beginnt wieder zu steigen. Natürlich schaffen wir es nicht pünktlich loszugehen und der Weg dauert sowieso viel länger als erwartet.
We love Music
Doch irgendwann haben auch wir unser Ziel erreicht. Immer lauter werdende Bassgeräusche zeigen uns, dass wir bald da sind. Von weitem sehen wir mehrere lange Schlangen mit angeheiterten Menschen, die diverse Lieder eher brüllen als singen. Trotzdem schaffen wir es zur Schlange und letztendlich auf das Festivalgelände. Hier werden wir von vielen bunten Ständen, Zelten und Bühnen begrüßt. Unterschiedliche Musik kommt von allen Seiten, überall sind Menschen und an jeder Ecke strömt mir der Geruch von Fast Food, Alkohol und verschiedenen Sorten Rauch in die Nase. Zwischen diesen kleinen Ständen und Zelten ragt eine Bühne mit einem riesigen pink-lila Stern empor. Die Festivalbühne, dort wollen wir hin.
Immer weiter drängeln wir uns durch die Menschenmasse nach vorne, bis in die erste Reihe. In unserer Euphorie beginnen wir mit der Masse zu springen und zu tanzen. Meine Knie und Hüfte schlagen immer wieder gegen das kalte Metall der Absperrung, das Einzige zwischen uns und der Bühne. Ich weiß, dass sie blau werden, aber das ist mir egal. Denn nun legt mein Lieblingsact Tobi oder auch „Topic“ genannt auf, ein seit 2014 bekannter Produzent und Musiker. Zum Glück stehe ich vorne, denn nach seinem Auftritt kommt „Topic“ zu der Masse an die Absperrung und ich schaffe es ein paar Fotos mit ihm zu machen.
Nachdem wir uns noch einige andere Acts angehört haben, entscheiden wir uns in den „Zirkus“ zu gehen, ein Zelt, was einen Zirkuscharakter ausstrahlen soll und nach dem beurteilen mancher Leute in dem Zelt, auch wirklich einer sein könnte. Das schreckt uns natürlich nicht ab und wir begeben uns wieder nach ganz vorne. Vorne angekommen werden Wodkashots in den Mund verteilt, das lasse ich
mir natürlich nicht entgehen und stelle mich vor das DJ-Pult. Anstatt einen Shot erhalte ich eher eine
Wodkadusche, aber umsonst ist umsonst, da ignoriere ich das Brennen, das sich wie Feuer durch
Nase und Rachen zieht, gerne.
Natürlich bekommen wir von dem „Zirkus“ auch irgendwann genug und wechseln zu der Seebühne, wir haben die 30 Euro schließlich nicht umsonst bezahlt und wollen mitnehmen, was wir können. Die Seebühne habe ich nur noch von meiner Immatrikulationsfeier in Erinnerung. Jetzt ist sie kaum wiederzuerkennen, die Ränge sind zwar leer, aber unten tummeln sich die feierwütigen Jugendlichen vor einem kleinen DJ-Pult, was direkt vor dem Wasser platziert wurde. Meine Euphorie nimmt immer noch kein Ende und ich tanze weiter und weiter.
Langsam wird es hell, aber ich denke noch nicht daran nach Hause zu gehen. Während die kleineren Bühnen und DJ-Pults langsam zum Schweigen kommen, geht es auf der Festivalbühne weiter. Also gehen wir wieder dorthin zurück. Nun hat man wenigstens genügend Platz zum Tanzen. Während ein Jugendlicher neben uns beginnt mit einer Mülltonne zu tanzen und gleichzeitig den Müll aufzusammeln und wegzuwerfen, steigt die Sonne am hell rosa Morgenhimmel immer höher.
In den Morgenstunden verstummt auch die Festivalbühne langsam. Auf dem ganzen Gelände erlöschen die Lichter und letzten dröhnenden Bässe. Die eine Hälfte der Besucher macht sich auf den Weg zu ihren Zelten, die Andere zur Haltestelle, um mit dem letzten Nachtbus zu fahren. Auch wir gehen, durch das immer noch von bunten Farben geprägte und mit Blumen verzierte Gelände, zur Haltestelle.
Wie es bei der MVB üblich ist, lässt der Nachtbus auf sich warten und ich setze mich für ein kleines Nickerchen auf den Boden. Langsam schwellen meine Knie an und färben sich dunkelrot. Nach gefühlten Stunden sehen wir den Nachtbus kommen, doch zu früh gefreut. Der Nachtbus fährt direkt ans uns vorbei. Wir erhaschen einen Blick nach drinnen: Der Bus ist viel zu voll, in ihm stehen müde aussehende Jugendliche bis an die Scheiben und Türen gequetscht. Ich entscheide, dass es das Beste ist, einfach nach Hause zu laufen und den Sonnenaufgang zu genießen, anstatt auf die bald kommende, höchstwahrscheinlich überfüllte Bahn zu warten.
Auf meinem Weg schwelge ich in Erinnerung an die vergangene Nacht und lege mich zu Hause angekommen mit Vorfreude auf den zweiten Tag des „Love Music Festival“ in mein ersehntes Bett.
Anna
Natürlich bekommen wir von dem „Zirkus“ auch irgendwann genug und wechseln zu der Seebühne, wir haben die 30 Euro schließlich nicht umsonst bezahlt und wollen mitnehmen, was wir können. Die Seebühne habe ich nur noch von meiner Immatrikulationsfeier in Erinnerung. Jetzt ist sie kaum wiederzuerkennen, die Ränge sind zwar leer, aber unten tummeln sich die feierwütigen Jugendlichen vor einem kleinen DJ-Pult, was direkt vor dem Wasser platziert wurde. Meine Euphorie nimmt immer noch kein Ende und ich tanze weiter und weiter.
Langsam wird es hell, aber ich denke noch nicht daran nach Hause zu gehen. Während die kleineren Bühnen und DJ-Pults langsam zum Schweigen kommen, geht es auf der Festivalbühne weiter. Also gehen wir wieder dorthin zurück. Nun hat man wenigstens genügend Platz zum Tanzen. Während ein Jugendlicher neben uns beginnt mit einer Mülltonne zu tanzen und gleichzeitig den Müll aufzusammeln und wegzuwerfen, steigt die Sonne am hell rosa Morgenhimmel immer höher.
In den Morgenstunden verstummt auch die Festivalbühne langsam. Auf dem ganzen Gelände erlöschen die Lichter und letzten dröhnenden Bässe. Die eine Hälfte der Besucher macht sich auf den Weg zu ihren Zelten, die Andere zur Haltestelle, um mit dem letzten Nachtbus zu fahren. Auch wir gehen, durch das immer noch von bunten Farben geprägte und mit Blumen verzierte Gelände, zur Haltestelle.
Wie es bei der MVB üblich ist, lässt der Nachtbus auf sich warten und ich setze mich für ein kleines Nickerchen auf den Boden. Langsam schwellen meine Knie an und färben sich dunkelrot. Nach gefühlten Stunden sehen wir den Nachtbus kommen, doch zu früh gefreut. Der Nachtbus fährt direkt ans uns vorbei. Wir erhaschen einen Blick nach drinnen: Der Bus ist viel zu voll, in ihm stehen müde aussehende Jugendliche bis an die Scheiben und Türen gequetscht. Ich entscheide, dass es das Beste ist, einfach nach Hause zu laufen und den Sonnenaufgang zu genießen, anstatt auf die bald kommende, höchstwahrscheinlich überfüllte Bahn zu warten.
Auf meinem Weg schwelge ich in Erinnerung an die vergangene Nacht und lege mich zu Hause angekommen mit Vorfreude auf den zweiten Tag des „Love Music Festival“ in mein ersehntes Bett.
Anna





