Samstagnacht. Wir betreten die Hallen des Grauens. Der Alkohol wirkt und wir verlieren uns völlig in der Musik. Ein Fuß neben den anderen, Schweißtropfen und Alkohollachen. Der Techno wummert während bunte Mandalas auf die Wand projiziert werden. Ein Blick hoch zur Bühne und das eigene Starren wird von leuchtenden Katzenaugen hinter dem DJ- Pult erwidert. Die Katze reißt die Arme in die Höhe und der dauerhafte Beat wird von immer wiederkehrendem Blitzlichtgewitter, ausgehend von einem Fotografen, unterbrochen. Seine Suche nach fotogenen Möchtegerns und deren Suche nach Gleichgesinnten verliert sich in der großen beinahe leeren Halle. Eine Gruppe von tanzenden Gestalten werfen sich immer und immer wieder eine Frisbee zu. Pure Ausgelassenheit, pochender Rhythmus, polarisierende Meute. Unser Abend - bestimmt nicht. Der Hunger überkommt uns.
In den neu eingetroffenen Abendstunden zeigt sich im Hafen der Friesenstraße ein einlaufendes Schiff, welches Anna hoffnungsvoll durch die Haustür in Richtung Reling irren lässt. Der verschollen gegoltene Schatz aka Annas Habseligkeiten rutscht von den Händen des Kapitäns der Buslinie 75 in ihre. Mit einem Lächeln verabschiedet sich Anna von dem Ehrenmann und beide stechen wieder in See.
Miriam





