August. Mitten in den Semesterferien und ich bin zuhause. Dennoch geht es etwa 130 Kilometer zurück nach Magdeburg. Trettmann, der sonst zum Beispiel auf dem Splash spielt, will heute seinen Sound in der kleinen aber feinen Datsche ertönen lassen. Nicht mehr Reggae oder Dancehall, nein - seit Beginn des Jahres 2016 ist seine traplastige EP Kitschkrieg draußen.
Also rein ins Auto, Kippe an und mit ein
paar Wegbier im Gepäck geht's auf zur Datsche. Einen besseren Ort
für ein solches Konzert an einem lauwarmen Sommertag kann es wohl
gar nicht geben. Kurz vor dem Brettertor der Datsche parken wir das Auto. Nach einem kurzen Gespräch mit dem kleinen älteren Mann an dem Holzkassenhäuschen und dem Bezahlen der Karten, betreten wir die grünstrahlende Rasenflächen der Datsche. Schon Wochen vorher hatten wir verzweifelt versucht, Tickets zu gewinnen, aber vergeblich.
Besonders voll ist es nicht, aber wen stört es - uns definitiv nicht, denn der erste, der sich zu uns stellt, ist kein geringerer als der Künstler Herr Trettmann selber. Er wirkt eingefallen und nicht sonderlich motiviert. "Ist es immer so leer hier?", fragt er mich. Durch seine Sonnenbrille stieren mich seine zwei kleinen braunen Augen an und ich antworte: „Naja es sind Semesterferien, also eigentlich ist es voller“ und drehe mir eine Zigarette. Trettmann und sein Kumpel setzen sich zu uns und wir fangen an zu reden - Über Gott, Musik und die Welt. Nach einer halben Stunde steht er auf und grinst uns mit den Worten: "Wir sollten mal anfangen" an. Als die ersten Töne erklingen, betreten auch wir die Holzdielen vor der kleinen, mit Teppich ausgelegtem, offenen Butze, die als Bühne dient. Kein nerviges nach vorne drängeln, einfach mit einem Bier in der Hand, im Takt wippen - entspannter geht's für den Moment kaum. Er spielt einen Song nach dem anderen. Die Angst, dass die alten reggaelastigen Songs von ihm überwiegen könnten, ist nach Minuten verflogen. Er merkt was sein kleines Publikum will. Grade als er ein Mikro umstecken möchte, wenden ein Freund und ich uns von der Bühne ab, um kurz an der Bar für eine neue Runde zu sorgen. Trettmann witzelt mir mit den Worten: „Hey, es, geht doch gleich weiter“ hinterher, was mich schmunzeln lässt.
Besonders voll ist es nicht, aber wen stört es - uns definitiv nicht, denn der erste, der sich zu uns stellt, ist kein geringerer als der Künstler Herr Trettmann selber. Er wirkt eingefallen und nicht sonderlich motiviert. "Ist es immer so leer hier?", fragt er mich. Durch seine Sonnenbrille stieren mich seine zwei kleinen braunen Augen an und ich antworte: „Naja es sind Semesterferien, also eigentlich ist es voller“ und drehe mir eine Zigarette. Trettmann und sein Kumpel setzen sich zu uns und wir fangen an zu reden - Über Gott, Musik und die Welt. Nach einer halben Stunde steht er auf und grinst uns mit den Worten: "Wir sollten mal anfangen" an. Als die ersten Töne erklingen, betreten auch wir die Holzdielen vor der kleinen, mit Teppich ausgelegtem, offenen Butze, die als Bühne dient. Kein nerviges nach vorne drängeln, einfach mit einem Bier in der Hand, im Takt wippen - entspannter geht's für den Moment kaum. Er spielt einen Song nach dem anderen. Die Angst, dass die alten reggaelastigen Songs von ihm überwiegen könnten, ist nach Minuten verflogen. Er merkt was sein kleines Publikum will. Grade als er ein Mikro umstecken möchte, wenden ein Freund und ich uns von der Bühne ab, um kurz an der Bar für eine neue Runde zu sorgen. Trettmann witzelt mir mit den Worten: „Hey, es, geht doch gleich weiter“ hinterher, was mich schmunzeln lässt.
Er
spielt direkt nach unserer Rückkehr weitere Tracks. Auch nach seinem
Auftritt reden wir weiter bis er los muss, denn sein Zug nach Leipzig
geht in ein paar Minuten. Ich beschließe die Squad zusammen zu
trommeln, um ein Polaroid als Andenken zu schießen. Er muss grinsen als er die Kamera sieht: "Endlich mal ein ordentliches analoges Fotosystem und keine nervigen Handyselfies." Nach
einer letzten herzlichen Umarmung trennen sich unsere Wege und wir
beschließen uns noch etwas dem
immer frischer werdenden Abend
hinzugeben.
Miriam






